Noch mehr zum Nachdenken

Es ist traurig………….
wenn man alle Rosen hasst nur deswegen, weil man sich an einem Dorn gestochen hat.
wenn man die Träume aufgibt nur, weil der Eine sich nicht erfüllt hat.
wenn man den Glauben verliert nur weil ein Gebet nicht erhört wurde.
wenn man die Anstrengungen, ein Ziel zu erreichen, aufgibt, nur weil man vielleicht einmal versagt hat.
wenn man alle Freunde vergisst, nur weil man von einem betrogen wurde.
wenn man nicht an die Liebe glaubt, nur weil jemand dir untreu war oder deine Liebe nicht erwidert hat.
wenn man alle Chancen, glücklich zu sein wegwirft, nur weil der erste Versuch misslungen ist.
Denke immer daran……..
es gibt immer neue Möglichkeiten, neue Freunde, neu Liebe, erneute Kraft. Sei hartnäckig, suche das Glück jeden Tag.
Der sicherste Weg zu scheitern ist aufzugeben. Oft nach der Niederlage kommt der Erfolg. Versuche es immer weiter.

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Das Märchen vom Mädchen aus Glas  
Ich bin ein kleines Mädchen und lebe im Kaktusgarten.
Ich bin alleine weil ich alleine sein will, Einsamkeit wählt man immer.
Andere Menschen machen mir Angst, ich bin doch noch viel zu klein für sie, sie saugen mich aus. Aber zum Glück beschützt mich ja mein Kaktusgarten vor ihnen, auch wenn ich mich selbst darin zerreiße.
Ich bin ein kleines Mädchen ganz aus Glas. Glatt und mit perfekter, makelloser Oberfläche, kalt, hart, undurchdringlich und ganz ganz zerbrechlich. Wer mich hart trifft oder umschubst der macht mich gleich kaputt.
Aber mein Kaktusgarten verhindert dass mich jemand kaputt machen kann.
Menschen glauben mich zu kennen, weil sie doch in mich reinsehen können, durch meine gläserne Haut. Aber gleich darunter hab ich Spiegel aufgestellt die alle Blicke abhalten und den Schein wahren.
Auch meine Augen sind verspiegelt und deswegen scheinen sie so glänzend und schön und ausdrucksvoll zu sein.
Und irgendjemand anders fühlt für mich, damit ich mich nicht aus Versehen an meinen eigenen Gefühlen zerbreche.
Aber irgendetwas, irgendwer ist irgendwie vor langer, langer Zeit in meine Lungen gedrungen, hat die Alveolen zerschlagen und jetzt atme ich Glasstaub. Mit jedem Atemzug verrecke ich ganz langsam an dem Blut in meinen Lungen.
Wenn Glas kaputt ist, ist nichts mehr zu machen. So kleine Scherben lassen sich nicht kleben, vor allem dann nicht, wenn man schon gar nicht mehr weiß, wie das heile Bild denn auszusehen hatte.
Vielleicht sollte ich noch eine Reihe Kakteen pflanzen. Sonst dringt nachher noch einmal jemand oder etwas in mich und trifft meinen Magen, was mach ich denn dann?
Mein Mund schmeckt doch jetzt schon nach totem Blut. Mit einer Bruchstelle lässt es sich überleben, aber mit zwei?
Ja, besser wärs, gute Idee.
Entschuldigt mich, das kleine Mädchen muss jetzt gehn, Kakteensaat kaufen.

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Eine Geschichte aus Amerika. Etwas zum Nachdenken.
Jack fuhr von der Arbeit nach Hause. Riesenhunger, geschlaucht vom Stress, und ein bisschen schneller als erlaubt. Hinter ihm die Polizei. Jack dachte: das ist jetzt schon das zweite mal in diesem Monat, dass ich erwischt werde. Was mich das wieder kosten wird?  Jack fuhr rechts ran, hinter ihm das Polizeiauto. Jack erkannte den Polizisten. War das nicht der Mann, der jeden Sonntag neben ihm in der Kirche saß? Gerade er musste Jack erwischen. Das tat weh! Auch Bob erkannte sein Gegenüber.
Jack stieg aus. „Hey Bob. Ich weiß, bin ein bisschen zu schnell unterwegs gewesen. Aber Diane, meine Frau, hat am Telefon etwas von Roatbeef mit Bratkartoffeln gesagt. Und, es ist schon spät, die Kinder, sie warten alle.“
Bob lächelte nicht. Er schrieb. Jack stieg verlegen von einem Bein auf das andere.
Bob sagte „Und nun steig in dein Auto, Jack“. Jack stieg ein, er öffnete das Fenster etwas. Gerade so weit, dass Bob ihm den Zettel durchstecken konnte. Jack nahm den Zettel und bedankte sich. Er schloss das Fenster. Aber er fuhr nicht gleich los. Er schaute noch in den Rückspiegel und sah Bob in das Polizeiauto steigen.
Als er dann den Zettel auseinanderfaltete staunte er nicht schlecht. Es war gar kein Strafzettel! Jack las, was auf dem Zettel stand.
Auch ich hatte eine kleine Tochter, sie ist lange schon tot. Ein Autofahrer, der zu schnell unterwegs war, hat sie niedergefahren. Nun kann ich mein kleines Mädchen nicht mehr in die Arme schließen. Ich muss warten, bis ich eines Tages selber in den Himmel komme.
Jack wurde ganz traurig. Bob tat ihm sehr leid. Und er dachte an seine eigenen Kinder. War es wirklich so wichtig, ob er jetzt ein paar Minuten später heimkommt?
Und von diesem Tag an fuhr Jack kein bisschen mehr zu schnell.

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Das Bäumchen und der Vogel
Es geschah einmal, dass aus der Erde ein Pflänzchen herauswuchs. Es freute sich so sehr über das Licht und die Luft, dass es sich mit allen Kräften entfaltete und größer und größer wurde. Bald konnte man sehen, wie ein kleiner Baum dastand mit zarten Zweigen und Blättern in einem wunderschönen Grün. Eines Tages ließ das Bäumchen seine Blätter traurig hängen, und auch die Äste neigten sich zur Erde. Ein Vogel, der in dieser Gegend gerne in den Zweigen der Bäume sang, merkte das, flog herbei und fragte den jungen Baum, was geschehen sei. „Ach“, klagte dieser, „ich will nicht mehr wachsen. Wenn ich alle die schönen, großen und starken Bäume um mich sehe, wie sie ihre mächtigen Zweige gegen den blauen Himmel recken, dann denke ich: das schaffst du nie!“ Der Vogel wiegte sich eine Weile auf dem noch sehr biegsamen Ast, auf den er sich gesetzt hatte, und dachte nach. Dann sagte er: „Du musst Geduld haben. Jeden Tag bekommst du so viel Sonne, Regen und Wind, wie du brauchst. Und auch ich werde in deinen jungen Zweigen singen, gerade so viel, wie du brauchst, um glücklich zu sein.“

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Der Regenbogen
Vor langer Zeit begannen die Farben dieser Welt zu streiten. Jede behauptete von sich, sie sei die Beste, die Wichtigste, die Nützlichste oder die Beliebteste.
Grün sagte: „Natürlich bin ich die Wichtigste. Ich bin das Symbol für Leben und Hoffnung. Ich wurde auserwählt für alle Pflanzen, für das Gras,  die Bäume und die Blätter. Ohne mich würde alles sterben. Schaut euch nur in der Landschaft um und ihr werdet erkennen, dass ich recht habe.“
Blau unterbrach: “ Du denkst nur an die Erde, aber betrachte doch den Himmel und das Meer. Es ist das Wasser, das die Basis für alles Leben darstellt und aus den Tiefen des Meeres in die Wolken steigt. Der Himmel gibt, in seiner Unendlichkeit, Raum für Frieden. Ohne Frieden wäret ihr sehr viel ärmer.“
Da erhob sich Purpur zu seiner vollen Größe und sprach: „Ich bin die Farbe der Macht. Fürsten, Könige, Häuptlinge und Bischöfe haben meine Farbe gewählt, weil ich das Symbol für Autorität und Weisheit bin. Niemand zweifelt an mir, man hört zu und gehorcht.“
Gelb lachte in sich hinein: „Ihr seid alle so ernst. Ich bringe Lachen, Fröhlichkeit und Wärme in die Welt. Die Sonne ist gelb, der Mond ist gelb, die Sterne sind gelb und eine Sonnenblume bringt die Welt zum Lächeln Ohne mich gäbe es keine Freude.“
Als nächstes begann Orange ihr Lob zu singen: „Ich bin die Farbe der Gesundheit und der Erneuerung. Ich mag rar sein, aber kostbar, denn ich diene den Bedürfnissen menschlichen Lebens. Ich überbringe die wichtigsten Vitamine, denkt nur an all die Früchte dieser Welt. Ich bin nicht ständig da und überall, aber wenn ich den Himmel zum Sonnenauf- und Sonnenuntergang einfärbe, ist meine Schönheit so eindrucksvoll, dass niemand einen Gedanken an euch verschwenden wird. „
Schließlich sprach Indigo, viel leiser als all die anderen, aber bestimmt: „Denkt an mich. Ich bin die Farbe der Stille. Ihr nehmt mich kaum wahr, aber ohne mich würdet ihr alle oberflächlich sein. Ich repräsentiere Gedanken, Ideen und Betrachtungen, auch Zwischentöne. Ihr braucht mich für das Gleichgewicht und den Kontrast im Leben. Für den Glauben, die stillen Momente und den inneren Frieden!“
Rot konnte sich nicht länger zurückhalten und rief: „Ich bin der Herrscher über alles. Ich bin das Blut und das Leben. Ich bin die Farbe der Gefahr und der Tapferkeit. Ich bin das Feuer. Aber ich bin auch die Farbe der Leidenschaft und der Liebe, der Rose und der Mohnblume. Ohne mich wäre die Erde so trist wie der Mond“
Und so fuhren die Farben fort zu prahlen, jede von ihrer eigenen Erhabenheit überzeugt. Ihr Streit wurde immer lauter. Plötzlich war da ein heller Blitz und grollender Donner, Regen prasselte schonungslos auf sie nieder. Die Farben drückten sich voller Furcht aneinander, um sich zu schützen.
Der Regen wandte sich nun an die still gewordenen Farben und sah dabei jede einzelne an. „Ihr dummen Farben streitet untereinander und versucht, den anderen zu übertrumpfen. Wisst ihr nicht, dass jede von euch für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen wurde? Jede Farbe ist einzigartig auf dieser Welt und etwas ganz besonderes. Reicht euch die Hände und kommt zu mir.“
Sie taten, wie ihnen geheißen. Sie kamen zusammen und reichten sich die Hände. Der Regen fuhr fort: „Von nun an, wenn es regnet, erstreckt sich jede von euch in einem Bogen über den Himmel, um daran zu erinnern, dass ihr alle in Fireden miteinander leben könnt. Der Regenbogen ist ein Zeichen der Hoffnung und der Versöhnung.“

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Oups – König des Herzens
Hand in Hand spazierten Oups und Oupsinchen an einem Strand am Meer. „Komm, lass uns eine Sandburg bauen“, sagte Oups und begann auch schon im Sand zu wühlen. Oups grub und schaufelte mit solcher Begeisterung, dass auch Oupsinchen Lust bekam, mitzuhelfen. Die ersten Formen der Burg waren bald zu erkennen. Die beiden hatten richtig Spaß. Sie fühlten sich wie kleine Kinder beim Sandspielen. Bald war die Burg so groß, dass man darin stehen konnte. Da staunten sogar die Fische, die immer wieder aus den Wellen hüpften, um Oups und Oupsinchen beim Bau zu beobachten. Als die Sandburg fertig war, ritzte Oups mit dem Finger noch ein Herz in die Burgmauer. „Das ist unser Wappen“, sagte er und freute sich über das gelungene Bauwerk. „Sie ist wunderschön. Eine wahrlich königliche Burg“, schwärmte Oupsinchen. Sie verbeugte sich vor Oups, der mitten in der Sandburg stand.
„Jetzt bist du mein König.“ Oups musste lachen und verbeugte sich ebenfalls. „Ja, meine Königin! Es war schon immer mein Wunsch, einmal ein König hier bei den Menschen zu sein. Ein König mit einer wundervollen Burg.“ Oupsinchen schmunzelte. „Ach so? Warum? “  „Weißt du“, antwortete Oups, „ein König ist reich an Schätzen und kann über ein ganzes Land bestimmen. So könnte ich dafür sorgen, dass es vielen Menschen besser gehen würde. Als König könnte ich meine Schätze unter den Armen verteilen, so dass alle genug zu essen hätten und warme Kleider kaufen könnten. Dann bräuchte niemand mehr zu hungern oder frieren.“ Oupsinchen nickte zustimmend, während Oups überlegte, was er als König noch tun könnte, damit es allen Menschen in seinem Reich gut gehen würde.  Doch ganz plötzlich wurde er jäh aus seinen Gedanken gerissen. Eine große Welle schwappte über die Burg hinweg und spritzte ihn von unten bis oben nass. Als sich das Wasser wieder ins Meer zurückgezogen hatte, war von der schönen Burg nur mehr ein großer Sandhaufen übrig geblieben. Patschnass und traurig blickte er auf die zerstörte Burg. „Sie war kaum fertig – und jetzt ist alles zerronnen“, seufzte er tief enttäuscht. Oupsinchen gab ihm einen tröstenden Kuss. „Du bist trotzdem mein König – der König meines Herzens. Ich liebe dich auch ohne Burg, ohne Reich, ohne Schätze…. Du weißt ja… mit anderen teilen können wir auch wenn wir kein Königreich besitzen.“

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Zwei Engel
Zwei reisende Engelmachten Halt, um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln, im Gästezimmer des Hauses auszuruhen. Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller. Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es. Als der jüngere Engel fragte, warum, antwortete der ältere Engel. „Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen.“
In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau. Nachdem sie das wenige Essen, das sie hatten, mit ihnen geteilt hatten, ließen sie die Engel in ihrem Bett schlafen. Als die Sonne am nächsten Tag den Himmel erklomm, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre einzige Kuh, deren Milch ihr alleiniges Einkommen gewesen war, lag tot auf dem Feld. Der jüngere Engel wurde wütend und fragte den älteren Engel, wie er das habe geschehen lassen können. „Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm“, meinte er anklagend. „Die zweite Familie hatte wenig, und du ließest die Kuh sterben!“ „Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen“, sagte der ältere Engel. „Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten, bemerkte ich, dass Gold in diesem Loch in der Wand steckte. Weil der Eigentümer so von Gier besessen war und sein glückliches Schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, sodass er es nicht finden konnte. Als wir dann in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen. Ich gab ihm die Kuh anstatt der Frau. Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen.“
Manchmal ist das genau das, was passiert, wenn die Dinge sich nicht als das entpuppen, was sie sollten. Wenn du Vertrauen hast, musst du dich bloß darauf verlassen, dass jedes Ergebnis zu deinem Vorteil ist. Du magst es nicht bemerken, bevor ein bisschen Zeit vergangen ist….

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