Geschichten zum Nachdenken

Perspectives
One day a father and his rich family took her son on a trip to the country with the firm purpose to show him how poor people can be. They spent a day and a night in the farm of a very poor family. When they got back from their trip the father asked his son, „how was the trip?“
„Very good, dad!“
„Did you see how poor people can be?“ the father asked.
„Yeah!“ “ And what did you learn?“
The son answered, „I saw, that we have a dog at home, and they have four. We have a pool that reaches to the middle of the garden, they have a creek that has no end. We have imported lamps in the garden, they have the stars. Our patio reaches to the front yard, they have a whole horizon.
When the little boy was finishing, the father was speechless.
His son added, „Thanks Dad for showing me, how poor we are!“ Isn’t it true that it all depends on the way you look at things? If you have love, friends, family, health, good humor and a positive attitude toward life, you’ve got everything!
You can’t buy any of these things. You can have all the material possessions you can imagine, provisions for the future, etc., but if you are poor of spirit, you have nothing!

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Eine Geschchte zum Nachdenken
Die Eltern waren glücklich. Endlich war das langersehnte Kind geboren. Nun sollte das freudige Ereignis gefeiert werden. Viele Nachbarn und Freunde wurden eingeladen. Alle kamen. Die Eltern empfingen die Gäste an der Wohnungstür, die Garderobe war bald mit Mänteln zugehängt. Die nächsten Gäste legten ihre Mäntel und Jacken achtlos auf einen Korb, der in einer Ecke stand. Man setzte sich an die festlich gedeckte Tafel. Es wurde gegessen, getrunken. Alle waren in bester Stimmung.
Schließlich erinnerte man sich, warum man so nett beisammen saß: die Gäste wünschten das Kind zu sehen. Die Eltern wollten ihr Kind holen. Aber das Körbchen mit dem Baby stand nicht im Kinderzimmer. Sie schauten im Schlafzimmer, da war es auch nicht. Endlich fanden sie es: im Vorraum, in der Ecke, wo sie es im Durcheinander der ankommenden Gäste vergessen hatten. Sie hoben die Mäntel vom Körbchen und fanden das Kind. Es war fast erstickt. 
 Ist das nicht eine Geschichte, die unser Leben immer wieder schreibt? Vergessen wir nicht allzu oft, was wir eigentlich gerade feiern wollten? Woran wir uns erinnnern wollten? Vergessen wir nicht zu oft auf das Wesentliche im Leben? Vor allem zu den Feiertagen! Wir schlemmen in uns hinein, haben unseren Spaß. Und vergessen den Ursprung der Feste, vor allem der Großen Feste Weihnachten und Ostern.
Vergessen wir nicht allzuoft unsere Freunde? Im Trubel unserer heutigen schnelllebigen Zeit. Wir vergessen einfach auf MENSCHEN.

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Warum
Warum trinken die Menschen, Mami? Es kann das ganze Leben ruinieren. Ich habe jetzt starke Schmerzen, wie Messerstiche so scharf. Der Mann, der mich angefahren hat, Mami, läuft herum, und ich liege hier im Sterben.
Er guckt nur  dumm. Sag meinem Bruder, dass er nicht weinen soll, Mami. Und Papi soll tapfer sein. Und wenn ich dann im Himmel bin, Mami, schreibt ‚Papas Mädchen‘ auf meinen Grabstein. Jemand hätte es ihm sagen sollen, Mami, nicht trinken und fahren.
Wenn man ihm das gesagt hätte, Mami, würde ich noch leben. Mein Atem wird kürzer, Mami, ich habe große Angst. Bitte, weinen nicht um mich, Mami. Du warst immer da, wenn ich dich brauchte. Ich habe nur noch eine letzte Frage, Mami, bevor ich von hier fortgehe. Ich habe nicht vor dem Fahren getrrunken. Warum bin ich diejenige, die sterben muss?

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Das Handy der Zukunft
Tagebucheintrag von Samstag, 19.5.2017: Seit fünf Wochen irre ich ziellos durch die Stadt und ernähre mich von Essensresten aus dem Müll. Zum Glück gibt es noch überall diese Gratiszeitungen, damit ich mich in den kalten Nächten ein wenig zudecken kann, wenn ich unter der Brücke schlafe.
Vor fünf Wochen habe ich also mein Handy verloren – eines der neuesten Generation, das alle Stückerl spielt. Ab und zu schleiche ich noch um mein Auto herum, das seit fünf Wochen auf dem Parkplatz steht. Ich komme aber nicht hinein, und ich könnte es nicht starten – mein Handy diente mir nämlich als Wegfahrsperrenentsperrung. Das hätte aber so und so keinen Zweck, weil ich nicht weiß, wo ich wohne – ich habe mich immer auf die GPS-Funktion meines Handys verlassen. Und auch wenn ich nach Hause fände, könnte ich ohne Handy die Wohnungstür nicht öffnen. Ich kann mir auch nichts kaufen, da man seit Jahren nur mehr mit Handy zahlt. Ab und zu finde ich ein paar alte Euro auf der Straße, aber immer weniger Geschäfte nehmen Bargeld an. Ich wollte bei meinem Netzbetreiber anrufen, um ein neues Handy zu bestellen, – ich weiß aber die Nummer nicht, die war auf meinem allten Handy gespeichert. Genauso wie die Telefonnummern meiner Familie, meiner Freunde und Bekannten. Ich war auch bei der Polizei, aber ohne Handy kann ich meine Identität nicht nachweisen, nachdem vor einigen Jahren alle Ausweise durch das Handy ersetzt wurden.
Diesen Tagebucheintrag schreibe ich mit einem stumpfen Bleistift auf einen Fetzten Papie – beides aus dem Müll. Ich hoffe, das kann irgendjemand noch lesen – meine Schrift ist nämlich fast unleserlich – schließlich habe ich seit Jahren nichts mehr geschrieben, das hat alles der Voice-Recorder meines Handys übernommen. Jetzt treffe ich mich mit einem Kumpel, den das gleiche Schicksal wie mich traf. Ich weiß gar nicht, wie er heißt – er weiß es ja selbst nicht mehr. Sein Name war auf seinem Handy gespeicheret.

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Die Sonnenblume und der Spatz
Zwischen einer alten Holzkiste und einer Waschmitteltonne wuchs eine kleine Sonnenblume. Um sie herum lag nur Müll und Abfall. Sie war die einzige Blume weit und breit. Warum die Sonnenblume ausgerechnet hier wuchs, das wusste keiner. Die Blume war oft sehr traurig. Und Nachts träumte sie von saftigen Wiesen, von bunten Blumen, Feldern und von Schmetterlinlgen, die um sie herumflogen.
Eines Tages setzte sich ein kleiner, zerzauster Spatz vor die Sonnenblume und bestaunte sie mit offenem Schnabel: „Wie schön du bist, wie wunderschön“ piepste der Spatz. „Das bin ich nicht,“ entgegnete die Sonnenblume traurig.“ Du müsstest mal meine Schwestern sehen, die sind zehn mal so groß, ich aber bin klein und hässlich“ „Für mich bist du die Schönste“, zwitscherte der Spatz trotzig und flog davon. Der Vogel besuchte die Blume nun jeden Tag. Und jeden Tag wuchs die Sonnenblume ein Stück höher, und ihre Blüte leuchtete jeden Tag ein bisschen mehr. Sie wurden Freunde. Aber eines Tages blieb der Spatz aus. Er kam auch am nächsten Tag nicht, und die Blume machte sich große Sorgen. Als sie am anderen Morgen aufwachte, lag der Spatz mit ausgestreckten Flügeln vor ihr. Wie erschrak sie da. „Bist du tot, mein kleiner Freund? Was ist passiert?“ Langsam schlug der Vogel die Augen auf. „Ich habe seit Tagen auf der Müllhalde nichts mehr zu Fressen gefuden. Jetzt ist meine Kraft am Ende. Ich bin zu dir gekommen, um bei dir zu sterben“. „Nein, nein!“ rief die Sonnenblume. „Warte einen Moment!“ Sie neigte ihre schwere Blüte nach unten, und schon fielen die Sonnenblumenkerne auf die Erde. „Pick sie auf, mein kleiner Freund, sie werden dir neue Kraft geben.“ Der Spatz pickte mit letzter Kraft ein paar Körner und blieb dann erschöpft liegen. Am nächsten Morgen aber fühlte er sich wieder stark und kräftig. Er wollte sich bei der Sonnenblume bedanken, aber wie erschrak er, als er sie sah! Die gelben Blütenblätter waren schlaff geworden und die Blätter hingen kraftlos herunter. „Was ist mit dir, Blume?“ piepste der Spatz erschrocken. „Mach dir keine Sorgen“ sagte die Sonnenblume da. „Meine Zeit ist zu Ende. Weißt du, ich dachte immer, dass ich umsonst auf dieser Müllhalde stehe. Aber jetzt weiß ich, dass alles seinen Sinn hat, auch wenn wir es manchmal nicht gleich begreifen. Ich hätte ohne dich den Lebensmut verloren und du ohne mich dein Leben. Und schau, es liegen noch viele Kerne auf der Erde. Lass einige liegen, und viellelicht werden eines Tages hier viele Sonnenblumen blühen und viele zerzauste Spatzen mit bunten Schmetterlingen um die Wette fliegen.“

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Die sieben Weltwunder
Eine Schulklasse wurde gebeten, zu notieren, welches für sie die sieben Weltwunder wären. Folgende Rangliste kam zustande: 1. Pyramiden von Gize, 2. Taj Mahal, 3. Grand Canyon, 4. Panamakanal, 5. Empire State Building, 6. St. Peters Dom im Vatikan, 7. Große Mauer China
Die Lehrerin merkte beim Einsammeln der Resultate, dass eine Schülerin noch am Arbeiten war. Deshalb fragte sie das Mädchen, ob sie Probleme mit ihrer Liste hätte.
Sie antwortete: „Ja, ich konnte meine Entscheidung nicht ganz treffen. Es gibt so viele Wunder.“
Die Lehrerin sagte „Nun, teile uns das mit, was du bisher hast und vielleicht können wir ja helfen.“
Das Mädchen zögerte erst und las dann vor:
Für mich sind das die sieben Weltwunder:
1.Sehen, 2. Hören, 3. sich berühren, 4. Riechen, 5. Fühlen, 6. Lachen, 7. Lieben
Im Zimmer wurde es ganz still. Diese alltäglichen Sachen, die wir als selbstverständlich betrachten und oft gar nicht realisieren, sind wirklich wunderbar. Die kostbarsten Sachen im Leben sind jene, die nicht gekauft und nicht hergestellt werden können. Beachte es, genieße es, lebe es und gib es weiter.

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